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Erziehungswissenschaftl. Fragen in der Ausbildung

Alle, die Kindern und Jugendlichen im Rahmen der Ausbildung begegnen, sich auf sie einlassen und mit ihnen arbeiten, bringen bereits Begriffe und (erinnerte) Vorstellungen davon mit, was Kindheit und Jugend sowie Erziehung kennzeichnet. Diese Begriffe und Vorstellungen sind in der Regel von der eigenen Biographie geprägt; eine distanzierte Betrachtung oder wissenschaftliche Aufarbeitung derselben kann normalerweise nicht vorausgesetzt werden.

Damit ist auf ein erstes Anliegen verwiesen: Wer Kinder wahrnehmen will, muss in der Lage sein, unbefangen neue und lebendige Begriffe bilden zu können. Wer dies wiederum unternehmen will, muss zu alten (erinnerten) Vorstellungen von Kindheit Distanz gewinnen können, also die eigene Kindheit aufarbeiten und akzeptieren können. Durch diesen Zugriff, Kindheit „neu“ betrachten zu lernen und die (Richtung der) Aufmerksamkeit zu schulen, wird die Behandlung zweier Themenkreise vorbereitet und angeregt: Die Frage nach der menschlichen Entwicklung und nach einem Verständnis menschlicher „Wesensart“.

Mit der anfänglichen Klärung dieser Fragen nach der menschlichen „Wesensart“ wird eine Grundlage geschaffen, von der aus später erzieherische Maßnahmen und Konzepte verstanden, durchgeführt und begründet werden können. Vor dem Hintergrund ausgewählter Grundschriften R.Steiners wird ein Verständnis für die „Mehrschichtigkeit“ des menschlichen Wesens entwickelt und eine Anschauung davon, wie und wann sich die einzelnen Wesensglieder hervorbringen und auf welche Weise diese Entwicklung beobachtet werden kann.

Woran wenden sich ErzieherInnen eigentlich, welche Bereich des menschlichen Wesens haben sie (wann) zu pflegen, welche Entwicklungsprozesse zu begleiten, und was ist nicht „Gegenstand“ der Erziehung? So könnten Ausgangsfragen lauten. Auch die Bedeutung der Sinnespflege, der Gewohnheiten und des Rhythmus‘ für eine gesunde Entwicklung sind u.a. Thema des Unterrichts. Diese Fragen können aber nur behandelt werden, wenn der Blick zudem auf die Haltung des Erziehenden und auf die Erziehungs-Motive gerichtet wird.

Der Erzieherberuf ist ein „Beziehungsberuf“. Um zum Wohle der Kinder und Jugendlichen handeln zu können, müssen Beziehungen in diesem Zusammenhang bewusst gestaltet werden. Um dies zu erreichen, muss man das eigene Verhalten zunehmend durchschauen. Im Rahmen der Unterrichte können dafür nur allgemeine Grundlagen vorbereitet und erarbeitet werden; so dass jeder dann die eigentlichen Schritte für sich gehen kann.

Kinder und Jugendliche sind in unterschiedlichen Weise „Symptomträger“ ihrer häuslichen und schulischen Verhältnisse. In ihrem Verhalten spiegelt sich, „wie es ihnen geht“. ErzieherInnen müssen dieses Verhalten „lesen“ lernen. Dafür sind zwei Voraussetzungen notwendig: Zum einen müssen hinreichende Begriffe und Kenntnisse von gegenwärtigen Sozialisationsstrukturen und -bedingungen entwickelt werden. Man könnte verallgemeinernd von soziologischen Grundfragen sprechen. Zum anderen müssen Kenntnisse von Auffälligkeiten und Entwicklungsstörungen angelegt werden. Besonders Kinder in Heimen, Wohngruppen und therapeutischen und Einrichtungen haben oft schmerzliche Erfahrungen hinter sich, haben Schwierigkeiten, Erlebtes zu „verarbeiten“. Ihr Verhalten erscheint zuweilen rätselhaft. Vor diesem Hintergrund mag es verständlich sein, dass gegen Ende der Ausbildung und vor dem Hintergrund der gewesenen Praktika verstärkt die oben angedeuteten psychologischen Fragestellungen von Bedeutung sind.

Biologie und Gesundheitserziehung Kommunikation